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Mindestlohn – haben Sie schon alle Vorgaben umgesetzt?

Nach langjährigen Diskussionen ist zum 1. Januar 2015 nun in Deutschland ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 € je Zeitstunde eingeführt worden. Auf diesen Mindestlohn haben alle Arbeitnehmer Anspruch gegenüber ihrem Arbeitgeber. Davon gibt es grundsätzlich nur wenige Ausnahmen: Pflichtpraktikanten und Langzeitarbeitslose etwa, sowie Abweichungen durch Tarifverträge auf Branchenebene bis zum 31.12.2016. Aber Deutschland wäre nicht das Land der Paragraphen, wären nicht die ersten Diskussionen schon entstanden: Wie ist beispielsweise mit Amateurspielern in Vereinen umzugehen, sind diese auch betroffen?

 

Zum Glück betreffen diese Themen die wenigsten unserer Mandanten. Wichtiger sind vielmehr die Fragen: Wie sieht es bei Arbeitnehmerüberlassung aus? Für welche Fälle bestehen Aufzeichnungs­pflichten?

 

Lesen Sie dazu unsere aktuellen Steuer-News März 2015 oder schreiben Sie uns bei weiteren Fragen direkt an. 

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Berufsausbildungskosten und Betriebsveranstaltungen in 2015

Da CDU,CSU und SPD sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt haben, keine steuerpolitischen Änderungen einzuführen, gibt es keine sog. „Jahressteuergesetze“ mehr. Stattdessen werden die jährlichen Steueränderungen in Gesetzen mit mehr oder weniger gelungenen Namen verpackt. 2015 hat uns diese Entwicklung das „Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ beschert, das am 19.12.2014 durch den Bundesrat gebilligt wurde und in den meisten Teilen zum 1.1.2015 in Kraft trat.


Dieser ellenlange Name schreckt ab – und dennoch lohnt es sich, einen genaueren Blick auf dieses Gesetz zu werfen, bringt es doch einige Neuregelungen mit sich. So sind die 2 steuerlich erlaubten Betriebsveranstaltungen in Zukunft nicht mehr nur bis zu einer Freigrenze von 110 € pro Arbeitnehmer steuerlich abzugsfähig. Stattdessen wurde diese in einen Freibetrag umgewandelt, so dass alle Kosten über 110 € jetzt pauschal versteuert werden können, ohne die gesamte Abzugsfähigkeit in Frage zu stellen.


Neues gibt es auch zum ewigen Streit zwischen Finanzverwaltung und BFH über die Abziehbarkeit von Kosten für Berufsausbildung und Studium -  das Gesetz definiert nun den Begriff der erstmaligen Berufsausbildung. Damit sind etliche Steuersparmodelle ausgeschlossen - so ist die vergleichsweise kurze und einfache Ausbildung zum Rettungssanitäter oder zum Flugbegleiter nun keine Erstausbildung mehr, in deren Anschluss die Kosten für ein Studium als zweite Ausbildung steuerlich absetzbar wären. 

  

Aber lesen Sie selbst dazu in unseren aktuellen Steuer-News Februar 2015 oder schreiben Sie uns bei weiteren Fragen direkt an. 

Neues zu Photovoltaik-Anlagen

Auch für Photovoltaikanlagen-Besitzer hat sich in den letzten Jahren einiges geändert - so ist ab 2012 immer der sog. Eigenverbrauch als unentgeltliche Wertabgabe zu besteuern. Vorsicht ist auch geboten bei Sozialleistungen - hier kann es zu einer Kürzung der Leistungen kommen, wenn der Steuerpflichtige positive Einkünfte aus dem Betrieb der Anlage bezieht. Bei der Berechnung der Höhe des Elterngeldes ist es hingegen von Vorteil, da die positiven gewerblichen Einkünfte die Bemessungsgrundlage erhöhen. 


Mehr dazu erfahren Sie in unseren Jahres-Steuer-News 2014.

Schuldnerschaft der Umsatzsteuer bei Bau- und Gebäudereinigungsleistungen (sog. Reverse-Charge-Verfahren)

Nach etlichem Hin und Her bei der Finanzverwaltung herrscht seit dem 1.10.2014 durch das sog. Kroatien-Gesetz nun endlich Klarheit - die Steuerschuldnerschaft geht auf den Leistungsempfänger über, wenn dieser eine sog. USt 1 TG Bescheinigung vorlegen kann.

Im Klartext: Im Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften wurde nunmehr eindeutig darauf abgestellt, dass der Leistungsempfänger Steuerschuldner für eine an ihn erbrachte Bauleistung ist, wenn er selbst nachhaltig Bauleistungen ausführt. Unter diese Regelung fallen sog. Bauträger nur, wenn diese mehr als 10 % ihres Weltumsatzes als eigene Bauleistungen erbringen. Reine Bauträger – also Unternehmer, die Grundstücke veräußern, die sie vorher bebaut haben, aber ansonsten keine oder nur ganz geringe Bauleistungen erbringen – fallen nicht unter das Verfahren.

 

Um dem leistenden Unternehmer den Nachweis zu erleichtern, dass sein Leistungsempfänger nachhaltig tätig wird, sieht das Gesetz vor, dass die zuständige Finanzbehörde dem Leistungsempfänger eine auf 3 Jahre befristete „besondere“ – von der Freistellungsbescheinigung nach § 48 b EStG unabhängige – Bescheinigung (USt 1 TG) ausstellt, aus der sich die nachhaltige Tätigkeit des Unternehmers ergibt. Bei Verwendung der Bescheinigung geht die Steuerschuldnerschaft auch dann auf den Leistungsempfänger über, wenn die Voraussetzungen nicht vorgelegen haben. Gleichzeitig wird gesetzlich klargestellt, dass der Leistungsempfänger auch dann Steuerschuldner ist, wenn er die an ihn im Einzelfall erbrachte Dienstleistung nicht zur Ausführung einer Bauleistung verwendet.

 

Mehr dazu lesen Sie in unseren Jahres-Steuer-News 2014.

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